Antikörper
Unverzichtbare Werkzeuge für Nachweis, Quantifizierung und Analyse in Forschung und Diagnostik.
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Antikörper-FAQ für die lebenswissenschaftliche Forschung
Antikörper sind spezialisierte Proteine – auch als Immunglobuline bekannt –, die spezifische Antigene wie Bakterien, Viren oder andere fremde Moleküle erkennen und binden. Antikörper werden in der Life-Science-Forschung verwendet, um spezifische Moleküle nachzuweisen, zu isolieren und zu quantifizieren. In Forschung und Diagnostik werden Antikörper als hochspezifische Werkzeuge eingesetzt, um Zielproteine oder Moleküle nachzuweisen, zu quantifizieren oder zu isolieren. Je nach Ausführung können sie Primärantikörper (die direkt an das Ziel binden) oder Sekundärantikörper (die an den Primärantikörper binden, um den Nachweis zu verstärken) sein.
Ja, Antikörper sind Glykoproteine mit einer definierten Antikörperstruktur, die aus variablen und konstanten Regionen besteht. Diese Struktur ermöglicht eine präzise Bindung an Zielantigene und macht Antikörper in der Molekularbiologie, Krebsforschung und Diagnostik unverzichtbar.
In der Forschung werden Antikörper verwendet, um:
- Proteine und andere Biomoleküle nachzuweisen
- Zelluläre Komponenten sichtbar zu machen
- Spezifische Zielstrukturen zu reinigen
- Biologische Prozesse zu verfolgen
Dazu gehören sowohl direkte fluoreszierende Antikörper- als auch indirekte fluoreszierende Antikörper-Techniken, die auf Antikörper-Antigen-Interaktionen zur Signaldetektion beruhen. Diese Methoden werden in der Krebsbiologie und in immunologischen Studien häufig eingesetzt.
Antikörper binden an spezifische Epitope auf Antigenen. In Assays wie ELISA, Western Blot und Durchflusszytometrie ist diese Bindung mit einem nachweisbaren Signal verknüpft – beispielsweise Fluoreszenz oder enzymatischer Aktivität (z. B. HRP-konjugierte Antikörper) – wodurch Forschende das Vorhandensein und die Menge des Zielmoleküls messen können.
Monoklonale Antikörper sind identische Antikörper, die von einem einzelnen B-Zell-Klon abstammen. Wenn Forschende fragen „Was sind monoklonale Antikörper?“, beziehen sie sich auf hochspezifische Reagenzien, die in der Diagnostik, Krebstherapie und in analytischen Assays eingesetzt werden.
Monoklonale Antikörper binden mit hoher Spezifität an ein einzelnes Epitop. Dadurch sind sie ideal für Anwendungen geeignet, die Reproduzierbarkeit erfordern, wie Biomarker-Nachweis, Zielvalidierung und Zellsortierung in der Krebs- und Immunologieforschung.
Antikörper werden durch Immunisierung von Tieren (z. B. Mäusen oder Kaninchen) mit einem Zielantigen erzeugt. Die resultierenden Antikörper-Antikörper-Interaktionen werden untersucht und für den Einsatz in der Forschung optimiert. Rekombinante Technologien ermöglichen außerdem die kundenspezifische Herstellung von Antikörpern, einschließlich Alexa-konjugierter und HRP-konjugierter Formate.
Monoklonale Antikörper werden durch Fusion von B-Zellen mit Myelomzellen zur Bildung von Hybridomen erzeugt. Diese werden auf Spezifität geprüft und kultiviert, um große Mengen einheitlicher Antikörper zu produzieren, die in der Krebsdiagnostik und therapeutischen Entwicklung verwendet werden.
Sekundärantikörper binden an Primärantikörper und sind häufig mit Enzymen wie HRP oder Fluorophoren wie Alexa Fluor-Farbstoffen konjugiert. Sie werden in indirekten fluoreszierenden Antikörpertechniken eingesetzt, um Signale in Assays wie ELISA, Western Blot, Durchflusszytometrie und Immunhistochemie (IHC) zu verstärken und dadurch die Sensitivität und Spezifität in der Krebs- und Zellbiologieforschung zu erhöhen.
Ein ANA-Antikörper (antinukleärer Antikörper) richtet sich gegen Zellkernbestandteile und wird in der Forschung zur Untersuchung von Autoimmunerkrankungen verwendet. Er wird häufig mittels indirekter fluoreszierender Antikörper-Assays nachgewiesen und ist sowohl in der Immunologie als auch in Studien zu krebsbedingter Autoimmunität relevant.
Hohe TPO-Antikörperwerte (Thyreoperoxidase-Antikörper) sind Marker für autoimmune Schilddrüsenerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis. In der Forschung werden sie als Teil von Schilddrüsen-Antikörperprofilen untersucht, sind jedoch keine direkten Indikatoren für Krebs. Sie können jedoch in umfassenderen immunologischen Panels in krebsbezogenen Studien enthalten sein.